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Einleitung
In einer Zeit, die dem Ideal ewig währender Jugend huldigt, wird leicht übersehen,
dass das Alter zu unserem Dasein gehört. Älterwerden bringt eine zunehmende
Fülle an Lebenserfahrungen mit sich, viele Stürme der Existenzgründung
und - sicherung legen sich. Die in der zweiten Lebenshälfte anstehende Wendung
zu den inneren Fragen nach dem Sinn, dem Ziel, der Bilanz und die Beschäftigung
mit der eigenen Vergänglichkeit können aber auch schwerwiegende Krisen hervorrufen.
Dabei kann schon der Alterungsprozess selbst konflikthaft erlebt werden, es können
alte seelische Verletzungen nach einer jahrelangen Ruhezeit aufbrechen, oder aktuelle
(oft zunächst unbewusste) Konflikte können in Verbindung mit Trennungen,
Verlusten, zunehmenden gesundheitlichen Einschränkungen und Veränderungen
des sozialen Status zum Auftreten seelischer und/oder körperlicher Krankheitszeichen
führen.
Im Oktober 1999 wurde ein Arbeitskreis für eine Kooperation zwischen Kliniken,
Beratungsstellen, niedergelassenen Ärzten und Psychotherapeuten im Großraum
Stuttgart gegründet. Ziel dieser interdisziplinären Zusammenarbeit ist es,
die Angebote für Psychotherapie Älterer zu koordinieren und so den Zugang
für Patienten und Ärzte, die den Schwerpunkt nicht in der Behandlung Älterer
haben, zu erleichtern und schneller einen Ansprechpartner zu finden. Dieser kann dann,
u.U. nach einem Vorgespräch, helfen, ein passendes Behandlungsangebot zu vermitteln.
Immer wieder zeigte sich bisher in der Praxis, dass ältere Patienten entweder
gar nicht in adäquate psychiatrisch/psychotherapeutische Behandlung kommen, oder
viel zu spät, da nicht bekannt ist, welche Institutionen sich auf die Arbeit mit
diesen Patienten besonders spezialisiert haben.
Der Arbeitskreis ist Psychotherapie-Schulenübergreifend und hat Teilnehmer aus
dem stationären, wie auch dem ambulanten Bereich, so dass ein breitgefächertes
Angebot möglich ist, welches sich eng an der individuellen Notwendigkeit und Indikation
des einzelnen Patienten ausrichtet.
Die vorliegende Zusammenstellung soll Ihnen helfen, sich rasch über entsprechende
Angebote zu informieren. Sie finden darin Kurzbeschreibungen verschiedener Institutionen,
Beratungsstellen und Kliniken, an die Sie sich bei Bedarf wenden können. Dort
können Sie auch Adressen von Ärzten und Therapeuten erfragen, die Sie beraten
und unterstützen können.
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